Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

Gaza und kein Ende

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Nach ein wenig stöbern im Netz fiel mir eine kleine Randnotiz in die Augen, die eine interessante Blickrichtung auf den Gaza-Krieg wirft. Abgesehen von der Kriegsberichterstattung der Propaganda-Organe der BRD und ihrer Verbündeter, die im wesentlichen auf die visuelle Erheischung von Elend und dem Popanz der Militärs abzielen, ist noch nicht viel heraus gekommen zu den Zielen der Kriegsgegner.

Sicher ist, dass die Palästinenser mit dem Rücken zur Wand um ihre Existenz kämpften, in einem der größten Konzentrationslager der Welt. Ihre Mittel sind insofern legitim, als sie die einzigen sind, die ihnen zur Verfügung stehen. Wer mit Steinen gegen Panzer und schwerbewaffnete Militärs kämpft, ist für mich kein Aggressor. Die Israelis, die über die Schlagkräftigste Militärmaschine im Nahen Osten verfügen, mit den USA als Verbündete im Hintergrund, haben da natürlich ganz andere Möglichkeiten. Sie führten einen Präventivkrieg. Man kann ja nicht wissen.

Und dieser wurde in allen Registern gezogen. Sicher wollen die Israelischen Führer eine Einstellung des Raketenbeschusses durch Palästinensische Widerstandsgruppen. Das ist ja auch ihr gutes Recht. Gutes Recht ist allerdings nicht die gezielte Tötung von Zivilisten und die Bombardierung von Schulen, in denen sich Flüchtlinge aufhielten.

Es wird wie immer mit zweierlei Maß gemessen.

Israelischer Panzer © Whiteant

Israelischer Panzer © Whiteant

Die bösen Palästinenser einerseits, die die armen Israelis tyrannisieren mit selbst gebastelten, ein paar Kilo schweren Raketen und Steinen, die sie auf gepanzerte Fahrzeuge werfen. Und der israelischen Armee auf der anderen Seite, die über 14.000 gepanzerte Fahrzeuge verfügt und modernste Ausrüstung hat. Die guten Israelis verteidigen nur ihr Recht auf Frieden, deswegen ziehen sie in den Krieg gegen einen hoffnungslos unterlegenen Gegner. Dafür braucht man Panzer, Kampfflugzeuge, Cruise Missiles, Smartbombs, Phosphor und schwere mechanisierte Infanterie.

Das Gasvorkommen vor der Küste Palästinas spielt natürlich keine Rolle. Wenn die Zahlen stimmen: Es werden in Zwei Gasfeldern vor der Küste Gazas ca. 1,4 Trillionen ( eine 1 mit 18 Nullen) cubic foot vermutet. Der Wert der gefundenen Vorkommen wird auf ca. 4 Milliarden Dollar geschätzt. Israel verbraucht derzeit knapp 800 Millionen m³. Die Gasversorgung Israels wäre auf Jahre gesichert. Natürlich hat Israel ein Interesse an den Vorkommen, natürlich ist dies keiner der ersten Kriege, die nicht vornehmlich, aber eben auch um Resourcen geführt werden.

Inzwischen haben die Israelis und die Hamas eine Waffenruhe verkündet, und die Israelis ziehen sich aus dem Kerngebiet von Palästina zurück. Zurück blieb eine unglaubliche Verwüstung, die in über 6.000 zerstörten Gebäuden und 10.000en um ihre Wohnungen und Häuser gebrachten Menschen ihre traurige Bilanz findet. Die über 1200 Toten, und tausende Verletzte, davon einmal abgesehen.

Israel hat in diesem Krieg eines überdeutlich gezeigt: Das internationale Recht, die Menschenrechte, die Hilfe gemeinnütziger Organisationen tritt die Regierung Olmert mit Füßen zur Durchsetzung ihrer Interessen. Die eigene Bevölkerung ist ihnen egal, die Internationale Gemeinschaft ist ihnen egal. Und man ist auch bereit einen Krieg zu führen, wenn es denn um Wahlen und daraus resultierende Mehrheiten geht.

Und während beide Seiten verkünden, ihre Ziele erreicht zu haben, kann man nur spekulieren, welche wahren Absichten hinter dieser Orgie der Zerstörung liegen.

© .co

Written by mani1914

Januar 19, 2009 um 23:13

Veröffentlicht in KeinKommentar

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