Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

US-Administration verstaatlicht Verluste der Finanzkrise

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Das große Thema am Wochenende waren die Pläne der Regierung Bush, einen Teil der Hochrisiko- und Verlustbehafteten Asset Backed Securities (ABS) aus dem Markt zu nehmen mit Hilfe einer zu gründenden Auffanggesellschaft zu Lasten der Staatsfinanzen. Die bereitgestellten Mittel sollen um die 700 Milliarden Euro betragen, die in Form einer Neuverschuldung aufgenommen werden sollen.

Die zu Gründende Auffanggesellschaft wird dann soweit wie möglich alle Risiko-behafteten Wertpapiere und gebündelte Kredit-Derivate aus dem Markt nehmen und so die Investmentbanken massiv entlasten.

Die Banker lachen sich ins Fäustchen, denn anstatt wie es sich für den freien Markt gehört, nämlich pleite gegangene Unternehmen, die sich verspekuliert haben, der Insolvenz und Abwicklung zu überlassen, kommt die Bush-Administration auf die grandiose Idee, all das einfach vergessen zu machen und den ohnehin total verschuldeten Staat dafür aufkommen zu lassen.

Das sind die Signale, die Banker und Broker brauchen. Hey, wir bauen die größte Scheiße, verpulvern Billionen Volksvermögen, verzocken Millionen Altersvorsorgen und was passiert? Der Staat springt ein und damit die Allgemeinheit. Dem armen Broker entfallen ein paar dicke Tränen ob des schönen Gewinns, der ihm durch die Lappen gegangen ist, streicht den Scheiss aus seinen Büchern, übergibt faule wertlose Papiere einem Regierungsbeamten gegen frisch gedruckte, wertvolle Greenbacks und alles wird gut, während das Stimmvieh darüber sinniert, ob der US-Wahlkampf nicht mehr „Spaß“ machen sollte.

Und Mr. Bush wird in die Geschichte eingehen als der Mann, der „die größte Demokratie der Welt“ in einen Sumpf aus Korruption, Bestechlichkeit und Vetternwirtschaft verwandelte. Aber darauf stehen ja die Amerikaner, auf mittelmäßige Schauspieler, abgehalfterte Manager, fadenscheinige Wanderprediger. Solange man dicke Schlitten fahren kann, mit Geld gekauft, das man nicht hat, oder mit seiner Waffensammlung protzt.

Die PR-Agenturen der US-Plutokratie haben ganze Arbeit geleistet.

God bless America.

© .co

Written by mani1914

September 21, 2008 um 16:06

Veröffentlicht in Politische Ökonomie

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Eine Antwort

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  1. Das ist aber jetzt auch ein bisschen Schnee von gestern, oder?

    Noch sind wir da nicht durch …

    Immobilien-Portal immokat.de

    September 30, 2008 at 14:43


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