Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

„Neues aus der Anstalt“ ist endlich aus der Sommerpause zurück und bereichert das deutsche Fernsehen

with 2 comments

Nach langen Monaten des Wartens ist die Sommerpause endlich vorbei und die politischen Kabarett-Sendungen sprießen nur so aus dem Boden. Zum Glück! Unser Favorit ist aber nachwievor „Neues aus der Anstalt“ im ZDF.

Seit gestern abend ist es wieder so weit: Urban Priol und Georg Schramm behandeln und empfangen Insassen in ihrer Anstalt. Gestern waren es Django Asül, Josef Hader und mein Favorit Hagen Rether. Und diese sehr heilsame Anstalt mit all ihren Patienten ist ein echter Lichtblick im deutschen Fernsehen. Nicht nur, was stupide Unterhaltungssendungen angeht, sondern vor allem in Anbetracht der wachsenden Propaganda und zunehmend konservativen oder rechten Aussagen im politischen Bereich.

Andere Meinungen werden gar nicht mehr zugelassen. Es werden zwar noch die obligatorischen Gegenstimmen eingeladen um einen Anschein von Objektivität und gutem Journalismus zu erzeugen, aber diese dürfen dann meist nicht ausreden, werden gleich von vornherein verurteilt, denunziert oder in Grund und Boden gequasselt. Ein echter Diskurs ist leider nicht mehr möglich. Zudem werden teils auch noch Fakten so hingebogen, dass es dem Thema und der Manipulation der Zuschauer dient… Die letzten Sendungen des „Presseclubs“ oder „Hart aber fair“ sind die besten Beispiele dafür. Allein die Gästebücher sprechen Bände…

Und da sind dann Sendungen wie „Neues aus der Anstalt“ eine absolute Wohltat. Zum ersten Mal seit langem habe ich einen Pflichttermin in Sachen fernsehen.

Die Sendung von gestern abend kann man sich übrigens online anschauen

Also sich immer fleißig in die Anstalt einliefern lassen (das nächste Mal am 28. Oktober). Bei der Politik und Wirtschaft ist das auch verständlich…

© nina

Written by mani1914

September 17, 2008 um 14:48

Veröffentlicht in Glotze

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2 Antworten

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  1. Hm, wenn deiner Meinung nach im Journalismus die konservativen und rechten Aussagen überwiegen, dann bin ich aber der Meinung, dass gerade im Kabarett eine unübersehbare Linkspropaganda betrieben wird. Da wird der Kapitalismus in Grund und Boden kritisiert, die FDP zum algemeinen Feindbild stilisiert, während die Linke zb nur äußerst selten direkt kritisiert wird (ein Beispiel wäre Hagen Rether: Vorzeigelinker). In diesem Sinne einen schönen Tag.

    Thearcadier

    September 18, 2008 at 2:52

  2. Man sollte auch hinterfragen, warum die Öffentlich-Rechtlichen einen solchen Rechtsrutsch vollzogen haben. Zudem kommt hinzu, daß wenn es keine unvoreingenomme Berichterstattung mehr gibt, wer vertritt dann die Interessen der Ausgeschlossenen? Ich denke nicht, dass Priol, Schramm, Rether und co mit Absicht „Linke Propaganda“ machen. Sie Kritisieren einfach nur die Fehlentwicklungen in Politik und Gesellschaft. Würden die Konservativen Politik im Auftrag des Volkes machen, wären sie auch kein Thema im Politischen Kabarett.

    LG

    .co

    mani1914

    September 18, 2008 at 8:37


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