Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

Die Bären sind los – Börsen-Baisse: sind die internationalen Aktienmärkte im freien Fall?

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Man möchte schon den Eindruck gewinnen, dass an den Märkten derzeit nichts mehr geht. Selbst das Aufbäumen der Internationalen Indizes anfang Mai war nichts mehr als eine Bärenfalle.

Auch der massive Eingriff von FED (es wird Geld gedruckt) und EZB (es wird Geld gedruckt) konnte die derzeitige Baisse nicht stoppen, die durch die Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten ausgelöst wurde und mittlerweile einige Länder und Banken in Mitleidenschaft zogen (Groß-Britannien, Spanien, Island, Deutschland, um nur einige zu nennen).

Die Stimmung ist mies, vorsichtig ausgedrückt. Die einzigen Lichtblicke lagen im produzierenden Gewerbe, in den neuen Technologien, die sich erstaunlich gut hielten und natürlich im Energiesektor, der durch die jetzige Rohstoffrally enorm profitierte.

Natürlich sind auch die Spekulanten schuld, denen das Zocken am Immobilienmarkt verging. Die spekulativen Händler haben allerdings schon jetzt ein neues lukratives Feld gefunden, das sie derzeit beackern. Und das ist nicht nur der Rohstoff Öl, oder das liebe Gold (schon immer eine sichere Bank in schlechten Zeiten). Ob Weizen, Reis, Mais, Orangen, Kaffee, oder Schweinehälften, da liegen die Spekulatien der Zukunft!

Natürlich hat auch die Inflation schuld, die in schwindelerregende Höhen schnellte und so manchem braven Bürger die Politischen Scheuklappen gerade vermiesst. Irgendwie waren alle daran beteiligt, entweder als Akteure, die finanzielle Luftschlösser bauten, oder als Schönredner, die artig aufsagten, was PR-Agenturen ihnen vorschrieben, um die öffentliche Meinung zu vernebeln.

Und es sind natürlich die braven Bürger, die für die schiefgegangene Abzocke jetzt geradestehen sollen, und es erstmal über die Inflation zu spüren bekommen. Und während die Regierungen machen was sie sollen, nämlich die Großkunden ( Industrie, Banken, Versicherungen, Energie und Technologie) bevorzugt zu bedienen, und hübsch weiter am Volkswillen vorbei zu entscheiden, sind unsere Volksentscheider fleißig dabei an der Europa-AG zu basteln, die den Volkswillen denn auch nicht mehr vorsieht. Denn der Bürger hat eh keine Ahnung, darum muß man ihn auch nicht mehr mit Entscheidungsfindung belasten.

Der Staat wird sowieso am besten mit betriebswirtschaftlicher Logik geführt (Bertelsmann, IWF). Das hat Hitler (III. Reich) schon bewiesen. Ob Militarisierung im großen oder inneren (Schäuble, CDU), massiver Sozialrechteabbau (Schröder, SPD) in allen Bereichen, den Bürger braucht man nur noch zu Überwachen.

Das nennt sich dann Freiheit und Verantwortung.

Nämlich die Verantwortung, die unsere Entscheidungsträger und Leistungseliten nicht haben wollen, wenn sie wieder einmal Millionen Menschen ins Elend (Irak, Vietnam, Afrika) stürzen, oder Staaten in den Bankrott (Argentinien, Mexiko, Island, Afrika) treiben. Über Diktatoren echauffiert man sich, Geschäfte macht man bestens mit ihnen. Sie selbst haben hübsche Versicherungen, die gegen alles, und besonders für die Scheiße, die sie produzieren, versichern. Da kann man machen was man will.

Wer da nicht mitspielt, der hat selber schuld, und ist schnell ein Gefährder der am besten weggesperrt wird.

Bürgerrechte? Braucht ein Konzern nicht. Meinungsfreiheit? Wofür hat man PR und Produktinformationen! Bildung? Klar, wer es sich leisten kann. So bleibt das wertvolle Gut in der Familie. Es trennt sich die demokratische Spreu vom neokapitalistischen Weizen. Wer bevorzugt ist, soll es auch bleiben, und wer nicht dazugehört, kann sich ja hocharbeiten, es steht ihm doch alles frei. Rechte? Siehe Bildung.

Freiheit? Jep, man kann frei wählen, zwischen der Scheiße, die man zu schlucken hat und dem Dünnschiss, der einem direkt in die Fresse spritzt.

© marco

Written by mani1914

Juni 25, 2008 um 16:47

Veröffentlicht in Politische Ökonomie

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Eine Antwort

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  1. […] steigende Kurse, der Bär für fallende. Im 19. Jahrhundert hatten sich die Begriffe, Baisse und Hausse, für gesunkene und angestiegenen Kurse durchgesetzt. Diese sind zwar heut noch […]


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