Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

Artikel verschlagwortet mit ‘Protest

Du willst Schäuble auch nicht mehr im Amt sehen?

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Wolfgang Schäuble, unser mehr als paranoider Innenminister, hat schon lange keinen Respekt mehr vor unserem Grundgesetz. In völliger Missachtung so mancher Artikel macht er unseren Staat immer mehr zu einem Überwachungsstaat.

Doch nicht nur er ist das Problem. Wir befinden uns auf einem gefährlichen Kurs in Sachen Grundrechte, Privatssphäre, Meinungsfreiheit und Informationsfreiheit, der von vielen Machthabenden in ganz Europa, bzw. dem ganzen Westen unter dem Deckmantel der Sicherheit praktiziert wird. Ob nun Berlusconi oder Sarkozy, überall wird manipuliert und propagiert.

Hierzulande gibt es zum Glück auch immer mehr Gegenstimmen, die sich nicht von der Propaganda der Medien einlullen lassen. Zum Beispiel wurde die Seite Schäuble-wegtreten.de ins Leben gerufen, wo Stimmen gesammelt werden um Schäuble aus dem Amt zu bringen. Die mögen zwar vielleicht nicht viel bringen, aber sie sind ein klares Zeichen in Richtung Berlin und Öffentlichkeit. Also, unbedingt unterzeichnen… Es ist ein kleiner Anfang, aber ein Anfang…

© nina

Geschrieben von mani1914

September 2, 2008 um 16:17

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Aufruf zur Demo gegen den Überwachungsstaat – Update

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Deutschland und Europa entwickeln sich immer mehr zum Überwachungsstaat. Und besonders Kritiker und Linke geraten immer mehr in den Fokus von Fahndern, Hetzern und sonstigen fragwürdigen Methoden. Die Wohnungen von Journalisten werden durchsucht und mehr und mehr wird auch versucht im Netz Zensur auszuüben.

Wir protestieren! Am 11.10.08 findet in Berlin eine Demo gegen diese zunehmenden Überwachungsmaßnahmen statt.

Hiermit rufen wir euch also auf zahlreich zu erscheinen und so ein Zeichen für Freiheit, Privatssphäre und vor allem Meinungsfreiheit zu setzen. Etliche andere Blogs und Organisationen sind dabei.

Nähere Infos gibts hier

Also sagt es allen weiter und verbreitet es in euren Blogs. Wir sehen uns dort! ;-)

Geschrieben von mani1914

August 24, 2008 um 17:23

Veröffentlicht in Das große BlaBla

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Buchtipp: Loretta Napoleoni: „Die Zuhälter der Globalisierung“

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Habe vor kurzem ein wirklich tolles Buch gelesen: Loretta Napoleoni: „Die Zuhälter der Globalisierung“. Die „Rezension“ habe ich auf meinem Bücherblog geschrieben und dachte, ich lasse euch einfach mal dran teilhaben. ;-)

Napoleoni hat übrigens auch ne ganz gute eigenen Seite, zu der ich in dem Artikel auch verlinkt habe.

Dieses Buch kann ich wirklich nur jedem empfehlen: Kluge Ansichten von einer klugen Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sich auch nicht von mächtigen Politikern oder Wirtschaftsheinis einschüchtern lässt.

© nina

Geschrieben von mani1914

August 8, 2008 um 11:35

Veröffentlicht in Politische Ökonomie, Seelensenf

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Nochmal nachgedacht… Protest reloaded :-)

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Ich habe meinen vorherigen Beitrag (Auf sie mit Gebrüll?! Protest in Deutschland) nocheinmal gelesen und überlegt (darüber denke ich z.Z. viel nach), was denn an den herkömmlichen Protestformen (Heiligendamm etc.) nicht stimmt oder eben nicht mehr effektiv ist. Und passend zu meinen Gedanken kam dann auch gestern prompt die passende Simpsonsfolge… :D

Homer als Gewerkschaftschef gegen Mr. Burns. Und als Lisa da so am Protestsongtrellern war und alle mitsingen, kam es mir… Wir haben ja so einiges veranstaltet. Berühmte Künstler treten auf Demos auf und fliegen dann wieder zurück in ihre Villa oder sonst wo hin. Und was tun die Politiker? Nichts, die kratzt doch nicht, dass tausend Leute zu einem Konzert kommen!

Wir müssten den Protest vom Event trennen… Promis können ja gerne ihren Namen für eine, wie es so schön heißt, gute Sache her geben. (Und da zähle ich jetzt mal all diescheinheiligen PR-Gutmenschen nicht dazu…) Aber wir brauchen Leute, die sich für ihre Rechte und die anderer versammeln und zwar nur zu diesem Zweck! Nicht um ein Konzert zu sehen und mal so eben nebenbei ihr Gewissen zu erleichtern.

Ich weiß, ich weiß, jetzt denken wieder einige: Spinner, Revoluzzer, Träumer, was auch immer. Doch es passiert sonst doch nichts!

Wenn wir uns nur auf die Demo oder den Streik konzentrieren und all den anderen Firlefanz weglassen… Es wäre auf jeden Fall mal nen Versuch wert. Oder etwa nicht?!

© nina

Geschrieben von mani1914

Juni 21, 2008 um 12:43

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Erich Mühsam – Der Revoluzzer oder: schlafen ohne Wandeln

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Erich Mühsam: Der Revoluzzer
Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet

Karikatur von Erich Mühsam © erich-mühsam-gesellschaftWar einmal ein Revoluzzer,
Im Zivilstand Lampenputzer;
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: ‘Ich revolüzze!’
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
Kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten
Mitten in der Straßen Mitten,
Wo er sonst unverdrutzt
Alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen,
Rupft man die Gaslaternen
Aus dem Straßenpflaster aus,
Zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer Schrie:
‘Ich bin der Lampenputzer
Diesen guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!

Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehen,
Kann kein Bürger nichts mehr sehen,
Laßt die Lampen stehen, ich bitt!
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!’

Doch die Revoluzzer lachten,
Und die Gaslaternen krachten,
Und der Lampenputzer schlich
Fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zu Haus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich wie man revoluzzt
Und dabei noch Lampen putzt.

Geschrieben von mani1914

Juni 20, 2008 um 14:35

Veröffentlicht in Das große BlaBla

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Auf sie mit Gebrüll?! Protest in Deutschland

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Wir hören in letzter Zeit viel von Demos und Streiks. Doch haben diese alten Formen des Protests wirklich noch eine Chance? Wen interessiert es denn von den wichtigen Personen, denen, die es etwas angeht und die etwas ändern müssten und auch könnten, wenn ein paar Hanseln Plakate schwingen und gröhlen. Ob da nun „Bill, ich will ein Kind von dir“ darauf steht, oder „Kontra 78 Stunden Woche“ ist den meisten doch Schnuppe.

Und wahrscheinlich findet Ersteres noch mehr Gehör… Das einzige, was in Ansätzen etwas zu bringen scheint ist, wenn die bisher treudoofen Arbeitermaschinen auf einmal ihre Fließbandtätigkeit einstellen und dann einfach nicht mehr weiter produzieren. Doch auch in diesem Fall lassen sich die Gewerkschaften in den meisten Fällen zu schnell mit falschen Versprechen abspeisen und die Masse will dann doch lieber den Status Quo sehen.

Haben wir unsere Streikkultur verloren? Hatte der Deutsche zwischen Weißwurst, Bier und Lederhosen und preußischen Tugenden denn so etwas jemals? Diejenigen, die früher mal demonstriert haben, machen sich nunmehr darüber lustig oder behaupten inbrünstig, dass heute alles viel besser ist.

Aber ich will mich hier ja gar nicht über unsere damaligen ach so Wilden („Damals war auch ich dabei, ach, was waren wir verrückt und revoluzzerisch!“) echauffieren. Sie sind heute auch nur Blindgänger und Mitläufer in einem maroden, aber immer sehr demokratischen und ehrlichen System.

Oh, heiliges System, wie könnten wir nur gegen dich jemals die Stimmer erheben. Wir sind alle unwürdig im Glanze deiner Gier und deines Fortschritts. Deine Gerechtigkeit über- und verstrahlt unsere Gehirne. Und wie sollen wir uns auch deine, sehr seltenen, Fehltritte auch lange merken? Wir sind nicht nachtragend… Du hast uns nen bunten Flimmerkasten, 3 Millionen Klingeltöne, Cybersex, Sport und deine ewig währende versteckte Propaganda gegeben. Nie würde es uns auch nur in den Sinn kommen, dass du ungerecht und selbstsüchtig handelst, wo du doch so häufig und so gut die Worte Moral, Ehre, Anstand, Glaubwürdigkeit, Werten, Tugenden und vor allem Publizismus in deinen goldenen, von der Privatversicherung bezahlten, Mund nimmst. Wir sind unwürdig…

Wollen wir wirklich so sein? Wäre es nicht besser sich laut zu erheben und seine Meinung voller Überzeugung und stolz geschwellter Brust in die Welt brüllen. Ja, doch wen interessiert es so noch? Eine ganze Menge… Doch die können nur zusammen etwas bewirken. Wie können wir also Massen mobilisieren und Proteste organisieren? Es gibt bereits einige Wege, doch die müssten wir vom FunFaktor befreien und politisieren, ob es cool ist oder nicht. Das Internet bietet so vielen Leuten eine ideale Plattform. Weg vom Schwachsinn Nonsense, hin zu organisiertem politischen Nonsense- oder Senseaktionen! Wir müssen raus aus der Isolation des heimischen PCs, wo wir unseren Frust in die Tasten sabbern. (Kommt mir bekannt vor :D ) Und dieses Medium endlich zur flächendeckenderen Organisation nutzen. Und nicht nur um unserer Fresse vor ner Kamera die berühmten 15 Minuten zu gönnen, sondern um etwas zu bewegen. Wer weiß wie lange wir das noch so frei in dieser Form tun können? Schäuble und Co. sei dank.

Ach ja, ich hatte ja vergessen, wir sind unwürdig, unwürdig, unwürdig…

© nina

Geschrieben von mani1914

Juni 17, 2008 um 14:48

Veröffentlicht in Seelensenf

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