Archiv für die Kategorie ‘Neusprech der Woche’
Werner Marnette und die Mär vom starken Staat
Wo man gerade so schön beim Thema waren:
Werner Marnette, bis zum März 2009 Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein erzählt in einem Interview aus dem Nähkästchen über das alltägliche Politgeschäft und die Kontrollfunktion des Staates auf Wirtschaft und Akteure.
Witzig,witzig, liest sich eher wie eine Posse, aber das wissem wir ja alles schon…
Berichterstattung über die Schülerdemos – Meinungsbildung schlägt Purzelbäume
Gestern haben sich die Nachrichten in Sachen Berichterstattung über die Schülerdemos mal wieder selbst übertroffen. Ja, es war fast ein Lehrbeispiel für die Meinungsbildung der Medien in unserem Land:
Ich heiße sie alle herzlich willkommen bei unserem Seminar „Wie bringe ich ein Volk dazu das zu denken, was ich bzw. der Staat will“ oder anders genannt „PR in den Medien“.
Heute mal ein Fallbeispiel: Nehmen wir an die Bildung in unserem Land sinkt immer mehr und dem Staat scheint dies auch noch zweckdienlich zu sein, denn dumm regiert sich besser. Wir als PR-Medium haben nun die spannende Aufgabe kleine aufgekommene Unzufriedenheiten und Widerstände in der Bevölkerung bei der Masse als lächerlich und unnütz darzustellen. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Krähe hackt der anderen kein Auge aus
Beim Überfliegen meiner abendlichen Lektüre bin ich auf den Nachdenkseiten auf einen interessanten Hinweis gestossen: Da ging man einfach mal der Frage nach, wer hier eigentlich mit wem so mauschelt, und wer was wann wo zu wem und wieso so sagte. Gerade unser aller geliebte Mama Angelika scheint ein sehr ausgeprägtes Kurzzeitgedächtnis darüber zu haben, was man/frau wann wo wem und warum so sagte. Ich will natürlich nichts unterstellen, ich vergesse auch so einiges von dem, was ich den lieben langen Tag so rede. Meine Frau kann ein Lied davon singen …
eine kleine Bettlektüre:
Hinweise des Tages Finanzkrise und Lobbyismus
Was Mama Angelika so erzählt Für wen Mama Angelika so gern wirbt
Wer mit wem und wo so zu tun hat
Und hier mein absoluter Schlager dieser kleinen feinen „Hitparade“: YEP!!!
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Herr Schäuble und die Gläubiger der Angst
Wer sucht sie nicht, die vielen verborgenen Hinweise auf die Machenschaften der neuen „Elite“, die durch ihre Handlanger in Medien und Politik versuchen der Mehrheit der Menschen ihre Sicht der Dinge aufzunötigen. Interessant dabei ist die Ausrichtung der Argumentation auf eine Handvoll Themen, die eine sehr deutliche Sprache sprechen, in welche Richtung dieser Zug fahren soll.
Am bekanntesten ist das Thema „Sicherheit“ und „Datenschutz„, das in seinen Auswüchsen nicht mehr rational nachvollziehbar scheint, nimmt man einmal die Sicht aus einem freien, demokratischen Grundverständnis heraus.
Hier also ein Hinweis auf ein Interview mit dem Autoren Klaus Werner-Lobo, Der mit seinem „Schwarzbuch Markenfirmen“ für Aufmerksamkeit sorgte.
Ein anderer Artikel beschäftigt sich mit der Rhetorik des Herrn Dr. Schäuble und seiner Argumentation zum Thema „Sicherheit“.
Und hier ein kleiner Hinweis auf einen weiteren Angriff auf die Demokratie. Eine Grundgesetzänderung des 35. Artikels. Der Paragraph behandelt den Artikel 35 des Grundgesetzes zum Thema der Amtshilfe und damit den Einsatz der Streitkräfte der BRD im Innern.
Schwarzer Montag 2.0
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Milchpulverskandal in China – Oder: Warum jeder den anderen beschuldigt
In den letzten Tagen war wohl einer DER Aufreger in den Medien der Skandal um verseuchtes Milchpulver in China. Was wurde nicht wieder viel geredet und immer sind die anderen Schuld. Doch wem kann man denn nun pauschal die Schuld in die Schuhe schieben? Fakt ist doch, dass in unserer globalisierten Weltwirtschaft nicht immer nur einer der Schuldige ist, sondern dass das Problem stets verzweigt ist.
Vier Kinder sind an dem Milchpulver gestorben und über 53.000 sind erkrankt. Das Gift Melamin soll der Babynahrung beigefügt worden sein, da den Kühen vielerorts nur noch minderwertiges und dafür billiges Futter gegeben wird. Dadurch gehen wichtige Nährstoffe verloren, die dann durch die Chemikalie künstlich ersetzt werden. Nur blöd, dass das Gift Nierenversagen hervorrufen kann.
Rund 700 Tonnen verseuchtes Milchpulver der chinesischen Firma Sanlu sollen noch in den Regalen stehen. Über 8.000 Tonnen wurden bereits entfernt. Die Behörden und vor allem die Regierung sollen schon vorher davon gewusst haben, wollten den geheuchelten olympischen Frieden aber nicht stören und so haben sie die Menschen lieber verrecken lassen. So, die Regierung schiebt nun dem Konzern die Schuld in die Schuhe und der Konzern Sanlu den Bauern selbst. Und so geht das immer im Kreis. Die Welt hat einen neuen Lebensmittelskandal.
Wo soll man nun aber wirklich ansetzen. Fakt ist, dass Kinder aufgrund von skrupelloser Marktwirtschaft sterben. Fakt ist, dass Bauern billiges Futter benutzen müssen um in der skrupellosen Marktwirtschaft noch von irgendwas leben zu können. Fakt ist auch, dass niemand so wirklich den neuseeländischen Zulieferer Fonterra beschuldigt. Den Rest des Beitrags lesen »
Die EZB in der Finanzkrise
Wie heute in der Financial Times Deutschland (FTD) stand, wolle die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Regeln des Interbankenmarktes ändern. Die Banken würden zu leichtsinnig ihre wertlosen Asset Backed Securities (ABS) bei der EZB parken und gegen echtes Geld tauschen.
ABS sind die forderungsbesicherten Wertpapiere, die heuer keinen Pfifferling mehr wert sind, denn darin lagern die verbrieften Immobilien der US-Amerikanischen Häuslebauer und deren geplatzte Kredite. Die Bank wolle nun die Regeln ein bischen verschärfen, damit die bösen Banken nicht einfach so ihre faulen Wertpapiere einfach gegen frisches Geld tauschen. Laut Aussage der EZB seien derzeit rund 16 % der gehaltenen Anlagen ABS- Zertifikate.
Aber man wolle nur die schwarzen Schafe treffen, und nicht die guten, so ein Sprecher, darum wird sich auch nicht viel an der Praxis des Tausches von ABS in harte Währung ändern. Derzeit seien die Banken überaus aktiv im Interbanken-Geschäft tätig, da sie frische Liquidität brauchen, die sie offenbar gerne von der EZB oder der FED oder der Royal Bank of England bekommen. Als Pfand dafür kriegen die besagten Drei wertloses Papier.
Good Night Banana
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China schränkt die Pressefreiheit während der olympischen Spiele ein
Getsern geisterte es durch alle Medien: China wird sich jetzt doch nicht an das Versprechen halten die Pressefreiheit für ausländische Journalisten zu garantieren.
Und alle sind höchst verwundert und empört. Sie haben doch nicht ernsthaft gedacht, dass ein Regime wie China sich so von mir nichts dir nichts für die tolle westliche Presse ändert?
Nach und nach treffen nun die Journalisten aus allen Herren Ländern in China ein und merken, dass sie plötzlich nicht mehr uneingeschränkten Zugang zum Internet haben. Selbst ihre eigenen Seiten, wie die der BBC lassen sich nicht mehr aufrufen. Aber eben auch die von beispielsweise Amnesty International…
Nun rächt es sich also, dass man im Vorfeld so still gehalten hat und sich auf das IOC und die Politik in Sachen Meinungs- und Pressefreiheit verlassen hat. Den Journalisten stehen zur Recherche nur explizite Sportseiten zur Verfügung. Und so wird versucht, jegliche Kritik schon von vornherein im Keim zu ersticken.
Also, Reporter, die ihr noch nach China reist, recherchiert hier und schreibt dann dort eure Berichte. Oder schreibt sie am besten jetzt schon vor, denn so könnt ihr euch die Spiele in Ruhe ansehen und sie auch noch der chinesischen Regierung vor Veröffentlichung zur Kontrolle überlassen.
Zensur pur und alle sin höchst überrascht und erschrocken…
Aber eigentlich kann man die Politiker Chinas beruhigen: Westliche Journalisten gewöhnen sich ja hier schon langsam an die Zensur und zudem werden sie eh nicht so viel aufdecken und kritisieren. Das haben die meisten schon längst verlernt…
Update: Nun hat China ja tolle Eingeständnisse gemacht… ein paar Seiten gehen wieder und fast alle sind damit zufrieden. Faszinierend! Und IOC-Chef Jaques Rogge hat das ja eh nie so gesagt, geschweige denn versprochen. Toll, was?! Demnächst dazu mehr…
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Nachtrag zum Saubermann Berlusconi
Ich hatte euch beim letzten Artikel über Berlusconi und das Müllproblem in Neapel ein Video ans Ende gesetzt. Es handelte von der Müllmafia. Und seit ein paar Tagen ist es aus mysteriösen Umständen verschwunden.
Zuerst dachte ich, okay, das liegt vielleicht daran, dass Spiegel TV es nicht so gerne sieht, wenn Teile ihrer ach so hervorragenden Sendung für alle jederzeit abrufbar sind. Man sollte sich die Beiträge vielleicht lieber über ihre Page anschauen. Sehe ich alles ein…
Doch warum fällt ihnen das jetzt ein? Gerade zu diesem Zeitpunkt… Der Beitrag ist nämlich schon relativ alt und kann auch auf ihrer Seite nicht mehr angesehen werden. An Werbung an falscher Stelle kann es also nicht liegen. Interessant ist nur, dass Spiegel TV ja nicht nur auf Vox läuft, wie momentan, sondern auch Formate für Sender wie Sat1 produziert. Und Berlusconi liebäugelt seit Jahren mit Anteilen der Pro7-Sat1-Media AG…
Zudem stehen sich Bertelsmann, zu denen die RTL-Group und damit auch Vox gehört, und Berlusconi in Sachen Medienimperium und Ansichten in nichts nach. (Dazu gibts übrigens nen guten Artikel auf der Seite der Linkszeitung…)
Also, frage ich nochmal, was ist mit dem Beitrag passiert? Warum ist er weder im Archiv von Spiegel TV noch sonstwo zu finden? Wird uns hier mit Absicht ein Problem verschwiegen nur um das konservative Bild nicht zu gefährden? Meinungsbildung und Propaganda par excellence… Wie war das noch mit dem Ministerium für Wahrheit und der Kontrolle der Vergangenheit in Orwells „1984″?
© nina
Ingrid Betancourt ist frei – Und schon geht die Geiselnahme weiter…
Spätestens seit dem Video Ende letzten Jahres kennt fast jeder das Schicksal der ehemaligen kolumbianischen Präsidentschaftkandidatin Ingrid Betancourt. Während des Wahlkampfes wurde sie von den FARC entführt und galt lange als verschollen. Man war sich nicht einmal mehr sicher, ob sie noch am Leben sei. Nun geht für sie nach 6 Jahren ein Martyium zu Ende. Doch was steckt hinter dem triumphalen Jubels des Präsidenten Kolumbiens und der westlichen Welt? Warum gerade zu diesem Zeitpunkt?
In den westlichen Medien wird man nicht müde zu betonen, dass die FARC LINKS ist. Ja, das ist sie. Sie bezeichnen sich selbst sogar als marxistisch. Nur ist sie ein weiteres, scheußliches Beispiel für Fanatismus und den Missbrauch einer guten Idee. Für unsere westlichen Medienvertreter passt das jetzt nun gut ins Bild der gegenwärtigen Linkshetze. Links= Terrorismus= Gefahr. Tolle Verleumdung!
Desweiteren muss man wissen, dass Südamerika mit die reichsten Erdöl und Erdgasvorkommen der Welt hat. Und wo Ressourcen sind, da ist bekanntlich die westliche Politik und Wirtschaft, allen voran die USA nichr weit. Doch bereits 9 südamerikanische Staaten haben eine linksgerichtete Regierung. Die haben wenig mit Terrorismus am Hut, sondern eher mit der Bekämpfung der Armut in ihren Ländern. Doch Amerika, die Weltbank und der IWF pressen seit Jahrzehnten Südamerika aus. Sie siedeln ihre Konzerne dort an. Sie haben einigen sogar den Dollar als Landeswährung aufgezwungen. Sie pressen die Löhne. Sie treiben die eh schon armen Länder mit mehr und mehr Krediten noch weiter in die Armutsspirale hinein und so auch in die Abhängigkeit des Westens. Den Rest des Beitrags lesen »
Für eine freie Wahl in Simbabwe
Wie der Informationsminister von Simbabwe verlauten ließ, sei er zutiefst bekümmert, dass die oppositionelle Partei MDC sich nicht zur Stichwahl um das Präsidentenamt stellen will. Schließlich hätte die Regierung Mugabes seinen Gegner Tsvangirai in einer fairen freien unabhängigen Wahl besiegen wollen.
Der langjährige Diktator Mugabe, der schon früher durch Manipulation und Einschüchterung freie Wahlen verhindert hat, hatte gegen Tsvangirai bei der letzten Wahl verloren, sich aber geweigert den Sieg der Opposition anzuerkennen und seinen Posten zu räumen. Aufgrund der weltweiten Öffentlichkeit war Mugabe gezwungen eine pseudo-demokratische Stichwahl zuzulassen. Dieser Prozess wurde begleitet von bürgerkriegsartigen Unruhen und einer massiven Einschüchterung.
Bereits gestern trat Tsvangirai aus Angst vor einem angedrohten Bürgerkrieg von der Stichwahl zurück. Hinsichtlich der Verhaftung Tsvangirai, der Hetze und der massiven Androhung von Gewalt, kann man die Aussage des Informationsminister (also des Ministers für Propaganda) nur als Farce bezeichnen.
Kein weiterer Kommentar…
