Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

Archiv für die Kategorie ‘KeinKommentar

Was für ein friedliches Osterfest

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Ach ja, manchmal scheint die Welt in Ordnung zu sein: Über der Heimat liegt ein „Kaiserwetter“, Die Börsen zeigen wieder kräftig Zuwachs, und auch sonst ist alles friedlich (mit Ausnahme Thailands).

Da will man natürlich kein Spielverderber sein. Schließlich tun Merkel, Steinbrück und Co. alles um dem Wahlvölkle nichts von der Krise spüren zu lassen. Immerhin warnt der Herr Minister Steinbrück ja vor Inflationsgefahren, wenn es denn mit der Wirtschaft wieder bergauf geht.

Also nicht zu früh freuen, die Krisen sind noch nicht ausgestanden… Denn unsere Elite sorgt ja vor. Nicht umsonst ist der „Kampf gegen den Terror“ eine der wichtigsten Aufgabenstellungen der Bundesregierung. Dazu gehört mit Sicherheit auch eine weitere Liberalisierung und Einmischung der Wirtschaft in Politik und Gesellschaft.

Vielleicht sollte man es wie in Frankreich machen, die haben eine Napoleonische „Erziehungsmethode“ seit längerem wieder sehr flächendeckend aufgewärmt, ein Shootingstar unter den Staatlichen Repressionen sozusagen. Denn hier hilft „die Quote“ nach, damit der gestresste Polizeibeamte nicht zu viel darüber nachdenkt, was er da eigentlich macht guten gewissens seinen Job macht.

Apropos Quote, hier ein kleiner Gimmick über die Verwendung von Gebühren und dem Gebaren von Staatlichen Institutionen („Landesmedienzentralen“), wenn es darum geht, Auswüchse der Wirtschaft einzudämmen.

Zu guter Letzt noch eine frohe Botschaft an die Ostermärschler unter uns. In diesem Artikel gibt es eine schöne Zusammenfassung der Modernisierung „unserer Armee“, die sich jüngst „Einsatzbereit“ erklärt hat, da man auf Dauer ja nicht seinen Bündnispartnern nachstehen wolle, was die Fähigkeiten zu „Robusten Einsätzen“ und „schnellem Eingriff“ in aller Welt angeht.

Das war nur eine kleine Auswahl an Nachrichten, die das Herz erwärmen.

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Geschrieben von mani1914

April 13, 2009 um 12:33

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hin und her

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„Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie aber für jene, die fühlen.“  Oscar Wilde

So oder auch umgekehrt ergeht es manches Mal in bestimmten Zeiten, wenn man nicht weiterweiß oder schier zweifeln will, wenn es Dinge gibt die einen ärgern, oder was auch immer. Wie lange halten solche Empfindungen vor? Bis zur nächsten Straßenecke… ;-)

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Geschrieben von mani1914

März 1, 2009 um 0:09

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Gaza und kein Ende

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Nach ein wenig stöbern im Netz fiel mir eine kleine Randnotiz in die Augen, die eine interessante Blickrichtung auf den Gaza-Krieg wirft. Abgesehen von der Kriegsberichterstattung der Propaganda-Organe der BRD und ihrer Verbündeter, die im wesentlichen auf die visuelle Erheischung von Elend und dem Popanz der Militärs abzielen, ist noch nicht viel heraus gekommen zu den Zielen der Kriegsgegner.

Sicher ist, dass die Palästinenser mit dem Rücken zur Wand um ihre Existenz kämpften, in einem der größten Konzentrationslager der Welt. Ihre Mittel sind insofern legitim, als sie die einzigen sind, die ihnen zur Verfügung stehen. Wer mit Steinen gegen Panzer und schwerbewaffnete Militärs kämpft, ist für mich kein Aggressor. Die Israelis, die über die Schlagkräftigste Militärmaschine im Nahen Osten verfügen, mit den USA als Verbündete im Hintergrund, haben da natürlich ganz andere Möglichkeiten. Sie führten einen Präventivkrieg. Man kann ja nicht wissen. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von mani1914

Januar 19, 2009 um 23:13

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Ein Plädoyer für die Vision

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„Der große Diktator“ von Sir Charles Spencer Chaplin jr. (*16.4.1889, +25.12.1977) wurde im Oktober 1940 in New York uraufgeführt, und war Chaplins erster Tonfilm.

In „der große Diktator“ persifliert er Nazi-Deutschland und insbesondere seine „Führer“ Adolf Hitler, Herman Göring und Joseph Goebbels in unnachahmlicher Weise. Chaplin war einer der ersten, der einen Film gegen Nazi-Deutschland produzierte (seit 1935 geplant, 1938 in Produktion, 2 Jahre Produktionszeit), obwohl er den Film so wohl nie gemacht hätte, hätte er von den Greueln gewusst, die die Nazis dann verübten.

Der Film wird oft wegen seiner „kitschigen“ Darstellung der Ghettos und besonders des KZ`s kritisiert. Wie oben schon erwähnt (für die US-Administration war Hitler noch 1940 ein willkommener Partner im „Kampf gegen den Kommunismus“) war Chaplin der 5 Jahre an dem Film arbeitete, wie vielen anderen nicht bewusst, was das Nazi-Regime mit seinen Gegnern machte.

„Hätte ich von den Schrecken in den deutschen Konzentrationslagern gewusst, ich hätte Der große Diktator nicht zustande bringen, hätte mich über den mörderischen Wahnsinn der Nazis nicht lustig machen können.“ (Charles Chaplin)

Hier also die Schlussrede des jüdischen Barbiers, der für den Diktator gehalten wird:

Und hier gibt es die deutsche Variante. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von mani1914

Januar 11, 2009 um 15:14

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Der Tod eines Freundes

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Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Aber es ist eine besondere Situation, wenn ein Freund stirbt. Man weiß eigentlich nicht, wie man damit umgehen soll, was es bedeutet.

Sicher, es wirkt abstrakt und fern, denn wer versteht das schon, das bin ja nicht ich, und es ist ja keiner, den ich kenne! Für mich ist das etwas vollkommen anderes.

Er war ein Freund und ich kann schwer beschreiben, was in mir vorgeht.

Ich weiß, wie ich gelitten habe und nicht wahrhaben konnte, als meine Mutter starb. Es war etwas einzigartiges in meinem Leben. Es war Schmerz, ein tiefes dunkles Loch der Seele, der Abgrund, den wir sonst so geschickt vor uns verbergen können. Diese Tiefe, diese Ewigkeit, die mich heraushebt aus dem jetzt und mir die Endlichkeit meiner Selbst deutlich macht. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen, sie wird ewiger Begleiter sein, denn der Tod, das Vergehen ist mein ewiger Begleiter meiner eigenen Vergänglichkeit. Der Tod ist das unumkehrbare Schicksal. Der Moment, an dem ich aus dem Leben scheide, und nichts in der Welt kann dieses mir nehmen, ist die Endgültigkeit meines Seins. PUNKT.

Und das wird mir deutlich, umso näher mir Menschen stehen. Darum ist der Krieg und seine Morde und sein Töten so unendlich fremd, denn es sind abstrakte Gesichter, die ich nicht kenne, die mir nichts bedeuten, die mir nichts sagen, ich kann noch so weise und aufgeklärt sein, der Schmerz kommt erst mit der Bindung des Herzens und mit dem Verständnis des nächsten, der mir wirklich nahe steht. Darum ist der Mord in Kriegen, weit weg von mir und meinen Bekannten eine so fremde Sache, und das Sterben von Familie eine so unendliche Tragödie.

Wir werden noch viele Krige brauchen, um zu verstehen, das der Tod ein treuer Begleiter unseres Lebens ist.

.co

Musik: Rainer von Vielen, „Lass los“ vom Album „Kauz“

Geschrieben von mani1914

Dezember 18, 2008 um 0:34

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Kleiner Kommentar zu Polit-Talkshows – LG an Frank Plasberg, Sandra Maischberger und Maybrit Illner

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Heute mal als Gimmick ein kleiner Kommentar mit den Worten des genialen Loriot zum Thema politische Talkshows oder Politiker im Allgemeinen: ;-)

© nina

Geschrieben von mani1914

November 19, 2008 um 17:07

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Berichterstattung über die Schülerdemos – Meinungsbildung schlägt Purzelbäume

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Gestern haben sich die Nachrichten in Sachen Berichterstattung über die Schülerdemos mal wieder selbst übertroffen. Ja, es war fast ein Lehrbeispiel für die Meinungsbildung der Medien in unserem Land:

Ich heiße sie alle herzlich willkommen bei unserem Seminar „Wie bringe ich ein Volk dazu das zu denken, was ich bzw. der Staat will“ oder anders genannt „PR in den Medien“.

Heute mal ein Fallbeispiel: Nehmen wir an die Bildung in unserem Land sinkt immer mehr und dem Staat scheint dies auch noch zweckdienlich zu sein, denn dumm regiert sich besser. Wir als PR-Medium haben nun die spannende Aufgabe kleine aufgekommene Unzufriedenheiten und Widerstände in der Bevölkerung bei der Masse als lächerlich und unnütz darzustellen. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von mani1914

November 13, 2008 um 16:23

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BKA-Gesetz – Im Bundestag abgenickt – Update

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Genug der Scherze.

Unsere hehren Politiker und allen voran Wolfgang Schäuble haben heute eines ihrer Lieblingsprojekte endlich, zum x-ten Mal im Bundestag verabschiedet. Das sogenannte BKA-Gesetz“ zur Abwehr terroristischer Gefahren, oder anderer Gefahren, die „Leib, Leben, oder andere Sachen des öffentlichen Interesses gefährden“, können ab jetzt vom Bundeskriminalamt verfolgt werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von mani1914

November 13, 2008 um 0:44

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Klaus Zumwinkel – Mit ein paar Millionen an den Fiskus am Knast vorbei?

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In der Financial Times Deutschland (FTD) wurde berichtet, dass Klaus Zumwinkel, ehemaliger Chef der Deutschen Pos, bei den gegen ihn angestrengten Verfahren wegen Steuerhinterziehung und der Spitzelaffäre bei der Telekom, noch einmal mit einem „blauen Auge“ davon kommen könnte.

Es wurden mehrere Anwaltskanzleien befragt, die einhellig meinten, dass Zumwinkel, der letzte Woche seine Anklageschrift erhielt, in dem ihm vorgeworfen wird, über seine Liechtensteiner Stiftung 2,5 Millionen Euro am Fiskus vorbei geschanzt zu haben, dieser gute Chancen hätte, sich mit einer Strafzahlung von mehreren Hundertausend Euro vor einer Gefängnisstrafe zu retten . Das noch laufende Verfahren in der Bespitzelungsaffäre bei der Telekom sei hierbei nicht berücksichtigt.

Jeder normal sterbliche würde für die 7(!!!) Anklagen, würde er rechtskräftig verurteilt, ohne wenn und aber einfahren. Ein Top-Mann wie Zumwinkel nicht. Der hat genug Einfluss, um sich mit Spitzfindigkeiten aus der Affäre zu ziehen: Strafaussetzung gegen Strafgeld und „tätige Reue“.

Das Bochumer Landgericht wird ihm da sicherlich entgegen kommen. Wie ein Anwalt meinte, biete dieses Verfahren einige Vorteile. „Es Wahren alle ihr Gesicht.“

Warum ein Gericht, oder die Staatsanwaltschaft „ihr Gesicht wahren“ soll, wenn sie ihrem Sinn und Auftrag gemäß gegen jemanden vorgeht, der eine Straftat begangen hat, will mir nicht in den Sinn. Aber das bleibt sicherlich ein gut gehütetes Geheimnis der Staatsanwaltschaft.

Geschrieben von mani1914

November 12, 2008 um 23:16

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George Walker Bush – Nachschlag zum Abgang

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Da ist es endlich geschehen. Der Mann, der so viel Unheil über die Welt brachte, die Welt führen wollte und doch nur ein Hampelmann war, diesen gibt es nicht mehr.

Dieser Kerl war gefährlicher als tausend Osamas, 100 Atomraketen und 5 Finanz-Crashs. Er war in seiner Beschränktheit einmalig, denn die Strippenzieher hatten leichtes Spiel mit ihm, verstand er doch kaum, worum es ging, wenn mal wieder irgendwo eine politische Bombe hochging. Der Typ, der mit grenzenlosem Desinteresse glänzte, der ist jetzt weg.

Wenn wir Glück haben wird ihn irgendein Bezirksgericht in den Vereinigten Staaten den Prozess machen. Doch es wird keinen Unterschied machen. Der Typ hat sich selbst in den letzten Monaten in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet. Ohne seine Spin-Doctors, ohne seine Think-Tanks, ohne seine good ole Boy Party hat diese Maske nichts hinbekommen. Er sagte immerhin schon mal „macht es gut und danke für die Dummheit, mit der ihr mich habt agieren lassen“.

Wer war dämlicher? Wir oder Er?

Was haben wir lange gewartet, dass er und Daddy`s Freunde endlich gehen, dass man sie endlich nicht mehr sehen muss. Was werden diese Kerle dann machen? Sie werden hinter den Kulissen business as usual treiben, sie werden es nicht lassen, sie können gar nicht, denn es ist ihr Glaube, der sie hierher gebracht hat, es war ihr Wille und ihre komfortablen Geburts-Privilegien, die sie befähigten. Es war ihre Meinung, ihre Überzeugung. Sie sind und bleiben Täter aus Überzeugung in einem gut ausgebauten Netzwerk, in denen die Interessen einiger alter Männer gegen den Rest der Welt mit kurzen Entscheidungswegen gesichert werden.

Wir werden von der good ole Party nichts mehr hören, aber wir werden lange ihre Handschrift lesen.

© .co

Geschrieben von mani1914

November 5, 2008 um 22:24

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