Archiv für die Kategorie ‘Glotze’
TV-Tipp: Heute Abend endlich wieder „Neues aus der Anstalt“
Hab momentan etwas viel zu tun… Drum heute nur ein kleiner Hinweis von meinereiner:
Es hat ja auch lange genug gedauert. Jetzt waren Schramm und Priol endlich aus der Sommerpause zurück und dann lässt man uns über einen Monat warten. Soviel zur neuen Qualitätspolitik des Fernsehens…
Heute abend ist es aber nun endlich wieder soweit: „Neues aus der Anstalt“ im ZDF um 22:15 Uhr!
Zu Gast: Helge Schneider (Achtung Reich-Ranicki!), Florian Schroeder und Wilfried Schmickler.
Also nicht verpassen!
© nina
Das ZDF feuert Elke Heidenreich aufgrund ihrer Kritik am Fernsehen – Freie Meinung ade!
Jetzt ist es also passiert: Das ZDF hat auf die Kritik am Fernsehen von Elke Heidenreich wie ein beleidigtes Schulmädchen reagiert und sie daraufhin gefeuert.
Gut, sie hatte es ja bereits geahnt: „Von mir aus, schmeisst mich raus!“ hatte sie in ihrem Artikel in der FAZ betont. Sind wir in Deutschland wirklich schon soweit, dass man für seine eigene Meinung seinen Job verliert? Ja, das sind wir schon lange! Denkt nur mal an den Fragebogen, den zukünftige Staatsdiener vor ihrer Verbeamtung ausfüllen müssen. Sie fragen einen da auch nach der politischen Gesinnung…
Aber, dass das Fernsehen eine Branche ist, die sich ununterbrochen selbst beweihräuchert und feiert, wissen wir ja auch schon lange. Und, wenn dann mal jemand aus den eigenen Reihen kommt und ehrlich ist, wird er massiv abgewatscht. Hat sie ihren Job schlecht gemacht? Nein! Und übrigens, was ist eigentlich ihr Job? Den Rest des Beitrags lesen »
Marcel Reich-Ranicki und sein Gespräch mit Thomas Gottschalk – Und die Kritik dreht sich und dreht sich und…
Am Freitag abend war es nun soweit und gestern kam gleich nochmal die Wiederholung: Das angekündigte Gespräch mit Marcel Reich-Ranicki über seine offene Kritik am heutigen Fernsehprogramm bei der Verleihung des deutschen Fernsehpreises.
Was hat man in den letzten Tagen nicht alles darüber berichtet. Reich-Ranicki wurde belacht, geohrfeigt und nur von sehr, sehr wenigen unterstützt. Da hat sich die Branche in ihrem Wolkenkuckkucksheim aber ganz schon ans Bein gepisst gefühlt. Und jeder tut so als wäre das besonders mutig oder etwas ganz besonderes. Jeder Depp auf der Straße regt sich über das Fernsehprogramm auf! Nur, wenn es mal einer aus den eigenen Reihen tut dann hat er anscheinend gleich so ewtas wie die „Berufsehre“ verletzt. Scheiße produzieren, aber nicht darüber reden, heißt anscheinden das Motto.
Und genau darin liegt wohl das Problem, warum sich nie etwas ändert, weder in der Politik, noch der Wirtschaft, noch den Medien… Alle versuchen sie ein fehlerloses Bild nach außen zu projezieren. Und, wenn sie dabei Scheiße bauen, dann kann man das natürlich nicht offen zugeben, denn sonst wäre die Maske ja gestört… Doch zu jeder Verbesserung gehört nunmal das Sich-Bewusst-Machen des Fehlers. Wo soll man denn sonst auch ansetzen? Den Rest des Beitrags lesen »
Marcel Reich-Ranicki und sein „Fernsehpreis-Eklat“ – Das Revolutionspotential der Rentner
Alle haben mittlerweile bestimmt bereits davon gehört, Literatur-Papst Marcel Reich-Ranicki hat bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2008 für einen „Eklat“ gesorgt…
Da kommt doch tatsächlich ein alter Mann, der brav den Preis für sein Lebenswerk entgegen nehmen soll, auf die Bühnen und dann das… Er weigert sich den Preis anzunehmen… Er erklärt allen vor laufenden Kameras, dass er „nicht in die Reihe dieser Preisträger“ gehöre und bezeichnet dann noch die heutige Fernsehlandschaft und die Preiverleihung als „Blödsinn“. Das geht so doch wirklich nicht!
Doch, es geht so. Es sollte sogar noch viel mehr so gehen. Da muss erst ein gestandener alte Mann kommen und es der ja so hippen, modernen und soooo alternativen Jugend zeigen. Das wahre Revolutionspotential liegt also tatsächlich bei den Rentnern! Ist auch kein Wunder, da die Masse der Jugendlichen ja mehr mit Konsumieren und Trends-hinterher-laufen beschäftigt ist, als sich mit den Verhältnissen in ihrem Umfeld zu beschäftigen. Den Rest des Beitrags lesen »
Hart ÜBER fair – Frank Plasbergs Leben als hochnäsiger Journalistengott
Eine Sendung in unserem wunderbaren und allseits geliebten Fernsehen regt mich momentan unter den Polit-Talks am meisten auf: „Hart aber fair“ moderiert von Frank Plasberg.
Dieses Machwerk kann man schlicht und einfach nur noch als Propaganda bezeichnen und allen voran hüpft der Möchtegern-Vorzeigejournalist Frank Plasberg, der permanent seinen Senf zu allem geben muss. Von journalistischer Objektivität oder Distanz kann man da nicht sprechen. Kamerageil drängt er sich ständig ins Bild und auch sonst sind seine Fähigkeiten als Moderator eher beschränkt.
Fast nie kommt eine Diskussion zu Stande, da der tolle Herr Plasberg ständig alle unterbrechen muss und vor allem mit jedem zweiten Satz die Redner beleidigen. Und auch von Fairness kann bei „Hart aber fair“ keinen Rede sein, denn nur die Leute dürfen ausreden, die mit der Meinung des feinen Herrn Plasberg übereinstimmen. Einige Gäste dienen scheinbat nur als Beiwerk. Den Rest des Beitrags lesen »
Das sogenannte Parlameter des ZDF
Wer sich mal ein wenig über die Abgeordneten des Bundestages informieren möchte, der hat auf der Seite des ZDF dazu eine, wie ich finde, ganz gute Möglichkeit, das sogenannte Parlameter.
Wir „motzen“ hier ja viel über das aktuellen Fernsehen, den Journalismus und die Medien, da dürfen dann natürlich auch die leider ziemlich wenigen guten Dinge nicht unerwähnt bleiben. Und das Parlameter des ZDF ist da einen ganz gute und ambitionierte Sache. Es ermöglicht ein wenig mehr Einblick in den politische Alltag für den Bürger.
Das Projekt wurde übrigens verstärkt nach den Lobbyismus-Vorwürfen überarbeitet und neu konszipiert. Zusammenhänge und Verschleierungsversuche lass ich jetzt mal außenvor. Kann sich jeder ja selbst seine Meinung bilden…
Ach und übrigens, in den Nachrichten wird wird häufiger ein Hinweis auf die Seite www. parlameter.de gegeben. Diese funktioniert leider nicht! Es wird immer nur angezeigt, dass der Zugriff verboten ist. Sehr seltsam… Aber ich hör ja schon auf zu unken, gell?!
© nina
Nachtrag zu „Neues aus der Anstalt“ – Georg Schramm über den Kaukasus
Nun sind auch die ersten Videomitschnitte von der letzten Sendung nach der Sommerpause auf youtube online. Also, als kleinen Nachtrag zum letzten Artikel über „Neues aus der Anstalt„ und als ergänzender Kommentar zum Krieg in Georgien, hat nun Georg Schramm alias Lothar Dombrowski das Wort:
© nina
„Neues aus der Anstalt“ ist endlich aus der Sommerpause zurück und bereichert das deutsche Fernsehen
Nach langen Monaten des Wartens ist die Sommerpause endlich vorbei und die politischen Kabarett-Sendungen sprießen nur so aus dem Boden. Zum Glück! Unser Favorit ist aber nachwievor „Neues aus der Anstalt“ im ZDF.
Seit gestern abend ist es wieder so weit: Urban Priol und Georg Schramm behandeln und empfangen Insassen in ihrer Anstalt. Gestern waren es Django Asül, Josef Hader und mein Favorit Hagen Rether. Und diese sehr heilsame Anstalt mit all ihren Patienten ist ein echter Lichtblick im deutschen Fernsehen. Nicht nur, was stupide Unterhaltungssendungen angeht, sondern vor allem in Anbetracht der wachsenden Propaganda und zunehmend konservativen oder rechten Aussagen im politischen Bereich.
Andere Meinungen werden gar nicht mehr zugelassen. Es werden zwar noch die obligatorischen Gegenstimmen eingeladen um einen Anschein von Objektivität und gutem Journalismus zu erzeugen, aber diese dürfen dann meist nicht ausreden, werden gleich von vornherein verurteilt, denunziert oder in Grund und Boden gequasselt. Ein echter Diskurs ist leider nicht mehr möglich. Zudem werden teils auch noch Fakten so hingebogen, dass es dem Thema und der Manipulation der Zuschauer dient… Die letzten Sendungen des „Presseclubs“ oder „Hart aber fair“ sind die besten Beispiele dafür. Allein die Gästebücher sprechen Bände…
Und da sind dann Sendungen wie „Neues aus der Anstalt“ eine absolute Wohltat. Zum ersten Mal seit langem habe ich einen Pflichttermin in Sachen fernsehen.
Die Sendung von gestern abend kann man sich übrigens online anschauen…
Also sich immer fleißig in die Anstalt einliefern lassen (das nächste Mal am 28. Oktober). Bei der Politik und Wirtschaft ist das auch verständlich…
© nina
The Dark Knight – Fledermaus der Propaganda
Ich muss zuerst sagen, ich mochte die Batman-Comics immer sehr und auch die Filme von Tim Burton, vor allem der erste, haben es mir damals wie heute angetan. Gerstern waren wir nun im Kino um uns „The Dark Knight“ anzusehen. Und, was soll ich sagen? Ich habe mich selten in einem Film so gelangweilt bzw. geärgert. So viel Propaganda auf einem Haufen, habe ich in einem Actionfilm schon lange nicht mehr gesehen!
Ob diese nun gewollt ist oder nicht. Sie ist da und, wenn sie nicht mit Absicht in den Film eingebaut wurde, dann ist das sogar noch schlimmer. Das würde dann heißen, dass der ganze konservative Müll bereits in den Köpfen der Menschen drin ist. Das ist dann der Beweis für ein gehöriges Mentalitätsproblem.
Der Film selbst war von der Machart her ja nicht schlecht. Ich finde, den Ansatz durchaus interessant, den bisherigen Comic-Style mal wegzulassen und das ganze Szenario in eine realere Umgebung zu verpflanzen. Nur leider kann dies bei Comics nicht vielschichtig funktionieren! Diese leben von ihrem Schwarz-Weiß-Denken, dass in einem fantastischen Kontext ja auch toll funktioniert. Doch verpflanzt man dieses Denken nun in die komplexere Realität, kann das nur in Propaganda enden. Egal, ob Batman schwankt und auch eine dunkle Seite hat, er ist trotzdem der Held, der Gute. Den Rest des Beitrags lesen »
Kleiner Kommentar zu den ach so hoch geschätzten Kulturmagazinen
Es gibt nur noch wenige Kultumagazine in der Glotze, die noch in Ansätzen kritische Beiträge bringen. Alle ergehen sich in dem allgemeinen Propagandageschwätz, verlieren sich im Nonsense, versuchen sich verzweifelt dem jüngeren Publikum anzubiedern oder ertrinken im kommerziellen Müll und im Hochmut der schon lange toten Kunstszene. Hier also ein kleiner Kommentar meinerseits mit den Worten von Monty Python:
© nina
