Aus dem täglichen Wahn des Homo Schein

Archiv für Dezember 2008

Weltfinanzkrise und kein Ende – Rückblick 2008

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Wie hat das Jahr doch hoffnungsvoll angefangen. Erst die exorbitanten Gewinne der Unternehmen, die Anfang des Jahres einfach nicht aufhören wollten, dann die Hausse an den Aktien- und Derivatemärkten, dann die stetig sinkende Arbeitslosenzahl und man hatte das Gefühl, jetzt sei alles möglich.

Vielleicht wären die Unternehmen en gros sogar bereit gewesen, mit den Renditen über 25% sogar einige Suppenküchen zu betreiben, um zu zeigen, dass auch sie Charity ernst nehmen?

Und die exorbitanten Preissteigerungen auf den Weltrohstoffmärkten! Alles, aber wirklich alles ging nach oben und wollte einfach kein Ende nehmen, ob die Preise für Derivate, die Preise für Rohstoffe, Immobilien, Autos und Versicherungen, Lebensmittel, Mieten und Nebenkosten, Consumer Electronics, alle Unternehmer, Besitzer, Investoren, Rentiers wollten ihr Stückchen vom Renditekuchen abhaben. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von mani1914

Dezember 28, 2008 um 17:19

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Der Tod eines Freundes

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Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Aber es ist eine besondere Situation, wenn ein Freund stirbt. Man weiß eigentlich nicht, wie man damit umgehen soll, was es bedeutet.

Sicher, es wirkt abstrakt und fern, denn wer versteht das schon, das bin ja nicht ich, und es ist ja keiner, den ich kenne! Für mich ist das etwas vollkommen anderes.

Er war ein Freund und ich kann schwer beschreiben, was in mir vorgeht.

Ich weiß, wie ich gelitten habe und nicht wahrhaben konnte, als meine Mutter starb. Es war etwas einzigartiges in meinem Leben. Es war Schmerz, ein tiefes dunkles Loch der Seele, der Abgrund, den wir sonst so geschickt vor uns verbergen können. Diese Tiefe, diese Ewigkeit, die mich heraushebt aus dem jetzt und mir die Endlichkeit meiner Selbst deutlich macht. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen, sie wird ewiger Begleiter sein, denn der Tod, das Vergehen ist mein ewiger Begleiter meiner eigenen Vergänglichkeit. Der Tod ist das unumkehrbare Schicksal. Der Moment, an dem ich aus dem Leben scheide, und nichts in der Welt kann dieses mir nehmen, ist die Endgültigkeit meines Seins. PUNKT.

Und das wird mir deutlich, umso näher mir Menschen stehen. Darum ist der Krieg und seine Morde und sein Töten so unendlich fremd, denn es sind abstrakte Gesichter, die ich nicht kenne, die mir nichts bedeuten, die mir nichts sagen, ich kann noch so weise und aufgeklärt sein, der Schmerz kommt erst mit der Bindung des Herzens und mit dem Verständnis des nächsten, der mir wirklich nahe steht. Darum ist der Mord in Kriegen, weit weg von mir und meinen Bekannten eine so fremde Sache, und das Sterben von Familie eine so unendliche Tragödie.

Wir werden noch viele Krige brauchen, um zu verstehen, das der Tod ein treuer Begleiter unseres Lebens ist.

.co

Musik: Rainer von Vielen, „Lass los“ vom Album „Kauz“

Geschrieben von mani1914

Dezember 18, 2008 um 0:34

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Gipfel wohin das Auge blickt…

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Man mag ja denken, was man will, aber das was unsere hehren Politiker derzeit veranstalten erinnert mich mehr an Jahrmarkt-Gaudi mit anschließender Hypnosis vom Meister-Verblender als an echtes Handeln unterlegt mit Wissen. Was soll man auch von den armen Kerlen verlangen, wo sie doch alle erst die Schleusentore öffnen halfen, damit der Schneeball so richtig ins Rollen kommen kann. Dass diese Pappfiguren dann tatsächlich nichts hinbekommen können, sollte doch niemanden mehr verwundern. Hier mein gutgemeinter Rat an unsere weisen „Führer“.

Geschrieben von mani1914

Dezember 16, 2008 um 22:56

Veröffentlicht in Das große BlaBla

Advent, Advent

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Aus gegebenem Anlass, da wir beide derzeit viel um die Ohren haben, hier ein kleiner Gimmick über den Inhalt so mancher Bundestags-Rede:

Während des ganzen Weihnachtsstress mit Familie und Verpflichtung müssen wir ein wenig content reduzieren. Nach diesem geht es gewohnt bissig weiter. ;-)

Geschrieben von mani1914

Dezember 9, 2008 um 21:45

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Elke Heidenreich goes online – „Lesen!“ geht im Netz weiter

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Nun hat Elke Heidenreich also das erkannt, was wir schon lange gemerkt haben. ;-) Das Internet ist momentan nicht nur „das Medium der Zukunft“, sondern auch das der freien Meinungsäußerung. Und so geht sie mit ihrer Literatursendung „Lesen!“ einfach online.

Nach ihrer TV-Kritik und die Streitereien um und mit Reich-Ranicki hatte das ZDF sie ja kurzerhand gefeuert. Aber das war der Heidenreich im Nachhinein anscheinend auch ganz recht, denn nun kann sie sich neuen Projekten zuwenden und „Kultur machen“, wann sie es will und vor allem, wann ihre Zuschauer es sehen wollen. Man muss nicht immer bis in die Nacht warten, bis man mal was Gutes zu sehen bekommt.

Einmal im Monat heißt es nun wieder „Lesen!“ und zwar auf der Website litCOLONY.de. Hinter diesem Portal stehen die Organisatoren des Kölner Literaturfestivals lit.cologne. Die Seite wird über Werbung und den Verlauf von Büchern finanziert. Eine Folge ist übrigens schon online.

Das Konzept von „Lesen!“ wird wohl eins zu eins beibehalten, da die Rechte so und so bei Elke Heidenreich liegen. Nur, dass sie es ab jetzt in einer Kölner Kneipe aufzeichnet. Ebenfalls sehr sympathisch!

Nach dem Streit mit dem ZDF habe sie zwar mehrere Angebote bekommen, zum Beispiel vom Schweizer Fernsehen, aber mit dem Fernsehen sei sie irgendwie durch. In meinen Augen ein weiser Entschluss… ;-)

Heidenreich hat durch diesen Schritt ein Zeichen für das Internet gesetzt, und zwar als Qualitätsmedium, in dem nicht nur der allgemeine Schrott oder Pornos verbreitet werden, wie viele das glauben, sondern auch gute Inhalte und Meinungen, die sich ohne Kontrollinstanz oder Zensur verbreiten lassen.

Ein neuer Schritt in eine richtige Richtung. Denn, wie bei der Einführung jedes neuen Mediums im Laufe der Geschichte, wird sich irgendwann das Mittelfeld aussondern und nur noch die Extreme übrig bleiben, sprich Boulevard etc, und die höherwertigen Inhalte (das liegt dann natürlich wieder im Auge des Betrachters ;-) ). Auf die Entwicklung dieses jungen Medium, bei deren Entstehung wir alle kräftig mitarbeiten, kann man also nur gespannt sein. Den Weg von Elke Heidenreich kann ich also nur beglückwünschen.

© nina

Geschrieben von mani1914

Dezember 1, 2008 um 15:19

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