NATO und Russland – Stellvertreterkrieg der Machtblöcke
Pünktlich zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking haben russische Truppen die Kampfhandlungen in der Abtrünnigen Region Süd-Ossetien gegen Georgien eröffnet.
Die Osseten, die in einem geteilten Land leben und anfang der 1990er Jahre schon eine Separation von Georgien anstrebten, sind quasi selbstverwaltet und werden von der Russischen Föderation massiv unterstützt. Kein Wunder, denn der Großteil der Osseten lebt in der Russischen Föderation.
Die Süd-Osseten verfügen fast alle über russische Pässe und haben eine sehr beliebte Route über ihr Territorium in die Russische Föderation hinein, da die Osseten einen sehr geringen Zoll nehmen.
Georgien ist zudem mit Rohstoffen gesegnet, und gilt als alternative Transitstrecke für Öl und Gas aus den Fördergebieten des Kaspischen Meeres bei Umgehung des russischen Einflußbereiches. Die geopolitische Lage macht Georgien zu einem interessanten Partner für die EU und die USA. Aus diesem Grund gab es Überlegungen der NATO, Georgien in das Bündniss einzugliedern.
Diese Pläne wurden verworfen, da die NATO befürchtete, durch die nicht beigelegten Spannungen in Süd-Ossetien in einen direkten Konflikt mit Russland gezogen zu werden. Denn Russland hat ein komplettes Armeekorps ( mindestens Drei Divisionen) in der Region und Abchasien stehen, die nun in direkten Kampfhandlungen mit den georgischen Einheiten verwickelt sind. Es ist sehr ersichtlich, dass dieser neue Konflikt vorbereitet scheint.
Die Westmächte haben zumindest für Waffenlieferungen an Georgien gesorgt. Man kann gespannt sein, ob es ein neues Afghanistan der 1980er Jahre geben wird.
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