Wir sind umgezogen…
Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, tut sich auf dieser Seite schon seit längerer Zeit nichts mehr. Nach einer kleinen Kreativpause haben wir uns neu formiert und sind jetzt mit neuen Projekten am Start.
Ab jetzt findet ihr uns auf folgenden Seiten (ja, wir haben all unsere Themenbereiche aufgedröselt, damit wir noch mehr ins Detail gehen können):
Wir würden uns freuen, euch ab jetzt dort begrüßen zu dürfen…
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George Orwell: In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.
3. Vom Ausgleich
Begabte nicht zu bevorzugen
hilft Streit zu vermeiden
Schätze nicht zu sammeln
hilft Diebstahl zu verhindern
Begehrenswertes nicht zu beachten
hilft Verwirrung vorzubeugen
Darum der Weise:
Er leert das Herz
und füllt den Bauch
Er mindert das Begehren
und mehrt die Kraft
Er lehrt das Volk
Einfachheit und Genügsamkeit
Er lehrt die Wissenden
nicht einzugreifen
Er wirkt ohne Handeln
und nichts bleibt ungetan
Damals `39®™
…Da kam mein kleiner Enkel zu mir und bat mich, ihm doch zu erzählen, wie das denn so war, so zur Jahrtausendwende mit dem Umbruch und der Evolution.
Ich war sehr erfreut, ihn bei mir zu haben, denn so häufig war es ja nicht, dass mein kleiner Liebling sich zu mir bequemte. Aber so ist das halt mit der Jugend, sie kommen immer nur dann, wenn sie etwas wollen, nicht um einen alten Herrn mit ihrer Anwesenheit zu erfreuen. Er setzte sich vor mich hin, mit seinem Gainboy™, der neuesten Entwicklung auf dem Consumer Market®, in der Hand. Dieses Ding ist sehr praktisch, wenn man will, das die Kiddies auch hübsch ihre Pillen (ein antiquiertes Wort, aber es fällt mir schwer mit diesen neuen Wörtern und Begriffen) nehmen. Man kann genau die Dosis festlegen und darauf vertrauen, dass der Gainboy™Alarm schlägt, wenn der Sprössling nicht sein Recitat®, Recitalin® oder Haluzinopol® nimmt. Das besondere an dem Gerät ist, dass es Spiel und Belohnung so gut miteinander zu Kombinieren wusste. Löste man eine Aufgabe, bekam man genau die richtige Dosis an Freudol®, um die nächste Spielsequenz über glücklich zu sein. So war man noch mehr bemüht, den nächsten Level, die nächste Sequenz, den nächsten Boss zu schaffen, um weiter glücklich zu sein.
Das war eine gute Idee für gestresste Eltern, die sich nicht immer um ihren Nachwuchs kümmern wollten. Und gerade in den Bildungsfernen Schichten war das Gerät beliebt, denn die Glotze reichte bei den hibbeligen kleinen nicht mehr aus, wenn man sie denn ruhig stellen wollte. Zudem gab es eine Unmenge Präparate und Programme, womit man das Gerät füttern konnte und es wurde sehr gern auch zur Schulbildung genommen. Ein Werbeslogan war dann auch „Jedem Kind sein Gainboy™ und die Schule ist in dir“©. Da hat man dann schnell die Schule abgeschafft, die brauchte man ja nicht mehr.
Aber ich schweife ab. Den Rest des Beitrags lesen »
Neues aus dem Irrenhaus
Es ist schon wunderbar mitanzusehen, wie unsere Spitzenpolitiker sich alle Mühe geben, in diesen schwierigen Zeiten eine klare Richtung vorzugeben und den von ihnen vertretenen Völkern das beste angedeihen zu lassen, und um der herrschenden Ordnung alles zu geben, was notwendig ist.
Zum Beispiel eine „Internetsperre„, die leichter zu umgehen ist, wie eine einzelne Kuh auf der gezäunten Weide. Aber mit Sinn und Verstand wirklich wichtige Probleme zu lösen, das ist ja auch nicht Aufgabe von Politikern. Das macht die Wirtschaft, die sich in immer mehr Lebensbereiche hereinfrisst.
Das einzige, was in unseren Landen derzeit im Rekordtempo durch die Volksvertretungs-Gremien gejagt wird sind der Ausbau der Befugnisse Staatlicher Organe (BKA, BSI, Militär ), der Überwachung und der Kontrolle. Auf der anderen Seite, werden Grundrechte mit Füßen getreten (DB, LIDL, Telekom,Hartz IV, Vorratsdatenspeicherung etc.).
Aber das interessiert natürlich keinen. Warum auch, die Partei-Spitzen werden es schon richten. Und erst recht im Superwahljahr überschlagen sich diese „Spitzen“ mit vollmundigen Versprechen, um auch allen zu zeigen, wie volksnah sie sind. Es hat etwas sonderbares an sich, wenn zum Beispiel die SPD in ihrem Wahlprogramm beschließt, dass doch eine Börsenumsatzsteuer, eine Reichensteuer und eine Steuerentlastung für Geringverdiener sehr sinnvoll sei. Ebenso die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die unter Kanzler Schröder (SPD) und Finanzminister Eichel abgeschaft wurde. Das war vorher irgendwie „nicht zu vermitteln“.
Schließlich sollte man nicht vergessen, dass Parteien eigentlich nur dann Demokratisch werden, wenn Wahlen anstehen. Die anderen Parteien werden sicherlich auch zu sehr überraschenden Einsichten kommen, man buhlt schliesslich um des Wählers Gunst und Legitimation.
©.co
Was für ein friedliches Osterfest
Ach ja, manchmal scheint die Welt in Ordnung zu sein: Über der Heimat liegt ein „Kaiserwetter“, Die Börsen zeigen wieder kräftig Zuwachs, und auch sonst ist alles friedlich (mit Ausnahme Thailands).
Da will man natürlich kein Spielverderber sein. Schließlich tun Merkel, Steinbrück und Co. alles um dem Wahlvölkle nichts von der Krise spüren zu lassen. Immerhin warnt der Herr Minister Steinbrück ja vor Inflationsgefahren, wenn es denn mit der Wirtschaft wieder bergauf geht.
Also nicht zu früh freuen, die Krisen sind noch nicht ausgestanden… Denn unsere Elite sorgt ja vor. Nicht umsonst ist der „Kampf gegen den Terror“ eine der wichtigsten Aufgabenstellungen der Bundesregierung. Dazu gehört mit Sicherheit auch eine weitere Liberalisierung und Einmischung der Wirtschaft in Politik und Gesellschaft.
Vielleicht sollte man es wie in Frankreich machen, die haben eine Napoleonische „Erziehungsmethode“ seit längerem wieder sehr flächendeckend aufgewärmt, ein Shootingstar unter den Staatlichen Repressionen sozusagen. Denn hier hilft „die Quote“ nach, damit der gestresste Polizeibeamte nicht zu viel darüber nachdenkt, was er da eigentlich macht guten gewissens seinen Job macht.
Apropos Quote, hier ein kleiner Gimmick über die Verwendung von Gebühren und dem Gebaren von Staatlichen Institutionen („Landesmedienzentralen“), wenn es darum geht, Auswüchse der Wirtschaft einzudämmen.
Zu guter Letzt noch eine frohe Botschaft an die Ostermärschler unter uns. In diesem Artikel gibt es eine schöne Zusammenfassung der Modernisierung „unserer Armee“, die sich jüngst „Einsatzbereit“ erklärt hat, da man auf Dauer ja nicht seinen Bündnispartnern nachstehen wolle, was die Fähigkeiten zu „Robusten Einsätzen“ und „schnellem Eingriff“ in aller Welt angeht.
Das war nur eine kleine Auswahl an Nachrichten, die das Herz erwärmen.
©.co
Werner Marnette und die Mär vom starken Staat
Wo man gerade so schön beim Thema waren:
Werner Marnette, bis zum März 2009 Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein erzählt in einem Interview aus dem Nähkästchen über das alltägliche Politgeschäft und die Kontrollfunktion des Staates auf Wirtschaft und Akteure.
Witzig,witzig, liest sich eher wie eine Posse, aber das wissem wir ja alles schon…
Der Verlauf der Krise ist nicht vorhersehbar
So möchte man meinen. Immerhin hat ein Großteil der Bevölkerung verstanden, dass es eine Krise gibt.
Selbst in den einschlägigen Talkshows und Sendungen, die sich irgendwie mit dem Thema befassen, bemerkt man eine merkwürdige Anteilnahme am ganzen Geschehen. Man möchte den Eindruck gewinnen, dass auf einmal eine neue Offenheit herrscht, die in ihrem Gehalt unumstößlich ist und Journalisten sich wieder auf ihre Tugenden besinnen. Aber irgendwie bleibt ein schaler Nachgeschmack, besonders beim Blick ein wenig hinter die Kulissen.
Warum zum Beispiel werden die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen? Warum wird nicht deutlich gemacht, wer aktiv zum jetzigen Schlamassel beigetragen hat, warum werden die Ursachen nicht benannt, und warum wird das Gegenteil dessen behauptet, was tatsächlich geschah?
Merkel, Steinbrück, Sinn und andere waren Kämpfer an vorderster Front für eine Liberalisierung und Privatisierung der Märkte und der gesellschaftlichen Belange. Sie selbst haben hiervon massiv profitiert. Aber in den Medien stellen sie sich dar als die, die es schon immer gewusst haben, und niemand wollte auf sie hören?
Und jetzt endlich können sie sich präsentieren als Retter in der Not, als Leuchttürme der Vernunft, als die Propheten in der Wüste, die endlich die Oase erreichen. So oder ähnlich ist der Tenor in den Leitmedien. Das ist doch eine Farce, ein billiges Konstrukt! Glauben diese Herrschaften wirklich, dass ein „weiter so“ neue Früchte der Arbeit und des Wohlstands für alle bringen werden? Was glauben diese Personen denn?
Gut, eine Verdrehung der Tatsachen gehört zum allgemeinen Polit-Karussel, ja ist ein guter Ton in dieser unbeliebten Kaste der Parteivertreter (von Volksvertretung möchte ich gar nicht sprechen, googelt mal unter „Landeslisten“). Wer jedoch der Meinung ist, dass dies eine gute Gelegenheit sei, irgendwas zu ändern, der wird schnell eines besseren belehrt. Auch hier wieder sieht man eher eine Beschleunigung des Kurses, den unsere „Eliten“ anstreben. Und das hat mit Demokratie nicht mehr viel zu tun. Hier geht es allein um die aufrechterhaltung des Systems, egal wie gut, schlecht oder sonstiges ist.
Ich in ihrem Fall würde das gleiche wollen, denn es steht nicht nur ihr Privileg auf dem Spiel, sondern ihr ganzes hergebrachtes Leben.
hin und her
„Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie aber für jene, die fühlen.“ Oscar Wilde
So oder auch umgekehrt ergeht es manches Mal in bestimmten Zeiten, wenn man nicht weiterweiß oder schier zweifeln will, wenn es Dinge gibt die einen ärgern, oder was auch immer. Wie lange halten solche Empfindungen vor? Bis zur nächsten Straßenecke…
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